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Thema: "Meinungsmacht, die Meinung macht ?"


19matze
22.02.2010 22:11
Gast
weil ich keinen bock mehr habe alle paar monate mein leben zu ändern ... alternativ könnte ich zuause bleiben und von der stütze leben ... und da bin ich nicht mehr weit von weg ... und ich kann die sorgen eines hartzis nachvollziehen, weil ich paar ziemlich gut kenne ... und poche aus moralischen gründen auf dem mindestlohn, so wie du dich aus dem selben verweigerst ...

Filter
22.02.2010 22:18
reg. Mitglied
Wenn es irgendwann mal mit dem Mindestlohn kommen sollte werden kleinere Firmen Mitarbeiter entlassen müssen um die Kosten zu decken-wem ist damit geholfen?

Skip !.
22.02.2010 22:19
Gast
Ja, ich verweigere mich dem, weil meine persönliche erfahrung gezigt hat, daß Leistungslohn sowohl für den AN, als auch für den AG besser und (Du wirst es kaum glauben) im Endeffekt lukrativer ist.

Stephan C.
22.02.2010 22:20
Gast
Und deshalb: Grundeinkommen - wir nähern uns des Pudels Kern ja so langsam, also werf ich mal n neues böses Wort in die Arena

19matze
22.02.2010 22:24
Gast
@ skip ... ich habe nichts gegen leistungslohn ... kannst gern dem tüchtigen mehr als den zehner zahlen

@ filter ... die produkte dieser firmen werden offensichtlich am markt nachgefragt ... was machst du denn wenn der milch oder brotpreis steigt statt fällt? ißt du dann kein brot mehr? keine milchprodukte? bei zweifeln, denk mal an die spritpreise ... ist irgendeine tankstelle wegen der ökosteuer pleite gegangen? welche?

Skip !.
22.02.2010 22:26
Gast
3 Beispiele aus der Praxis (nicht verallgemeinernd)

1. Boutique (gehobene DOB oberhalb C&A)
Monatsumsatz zu Beginn: 10.000 EUR, 1,5 Angestellte Monatsbrutto 1.200,- EUR / 600,- EUR

Umstellung auf Leistungsgehalt: 700,- / 350,- fix zzgl. 10 % Umsatzbeteiligung ab 7.000,- Monatsumsatz.

Ergebnis: 15.000,- Monatsumsatz; Gehälter 1.500,- / 850,- EUR

19matze
22.02.2010 22:30
Gast
und warum soll das nicht bei leistungslöhnen mit ner untergrenze gehen?

Filter
22.02.2010 22:31
reg. Mitglied
@matze: Nur weil ich meinen Angestellten den Mindestlohn zahle (vermutlich mehr als vorher) zahlt mir doch der Auftaggeber für den ich eine Dienstleistung erbringe nicht mehr für die Ausführung.Ergo habe ich als Arbeitgeber durch den Mindestlohn am Ende weniger verdient.

Skip !.
22.02.2010 22:32
Gast
2. Autohaus

1. AN Festgehalt 2.500,- Brutto - Verkauf ca. 80 Einheiten pro Jahr, Ertrag aus Zusatzleistungen ca. 12 % für die Firma

2. AN Fix 800,- mtl. zzgl. Umsatzbeteiligung (Details wären zu langwierig). Ergebnis: 143 Einheiten pro Jahr, 40% Ertrag aus Zusatzleistungen für die Firma.
effektives Jahresgehalt ca. 53 (also so ungefähr)

19matze
22.02.2010 22:36
Gast
@filter ... genau das muß der auftragnehmer ... weil er gar kein anderes LEGALES angebot bekommen kann ... siehe tankstelle ... sag mir wo ich sprit in erreichbarer entfernung für 50 cent bekomme ... wenn es sich lohnt fahre ich hin ... ich umweltschwein

Filter
22.02.2010 22:37
reg. Mitglied
@filter ... genau das muß der auftragnehmer ... weil er gar kein anderes LEGALES angebot bekommen kann ... siehe tankstelle ... sag mir wo ich sprit in erreichbarer entfernung für 50 cent bekomme ... wenn es sich lohnt fahre ich hin ... ich umweltschwein

???

Skip !.
22.02.2010 22:40
Gast
3. Friseur (fiktiv)

Festgehalt 700,- EUR zzgl. ca. 150,- Trinkgeld netto (!)
Kunden pro Tag (Herren - geschätzt) 12
effektive Arbeitszeit (12 Kd x 20 min - inkl. "Rüstzeit") 4 Stunden.

20 Arbeitstage x 4 Stunden bei 850,- EURO ... na ?

Und wenn jemand der Meinung ist, die rechnung geht nicht auf, weil die Friseuse (mir doch egal Kaui^^) keine 12 Kunden am Tag hat, bei ca. 3.000 männlichen Einwohnern in diesem Dorf, dann haben wir einfach zuviele Haarstylisten ... DAS ist Markt.

Skip !.
22.02.2010 22:41
Gast
@matze Hää?

19matze
22.02.2010 22:41
Gast
@filter ... was genau verstehst du nicht? die spritpeise sind gesetzlich festgelegt höher als sie sein müßten ... und trotzdem tankt jeder ... wenn alle friseure 15€ für skips friseur verlangen müßten (um nicht draufzuzahlen) könnte er nur nen schnitt bekommen, wenn er das blecht ...

deutlicher?

19matze
22.02.2010 22:43
Gast
skip? was verstehst du nicht?

Filter
22.02.2010 22:46
reg. Mitglied
Am besten liest Du Dir noch mal meinen Post am Anfang der Seite durch.Von irgendwelchen Tankstellen hab ich hier nichts geschrieben.Es ging um KLEINE Firmen die eine Mehrbelastung sicher nicht unbedingt verkraften würden.Wenn ich allerdings ein bis 2 Leute entlasse fangen sich die Kosten wieder auf.

Skip !.
22.02.2010 22:47
Gast
von Filter: Nur weil ich meinen Angestellten den Mindestlohn zahle (vermutlich mehr als vorher) zahlt mir doch der Auftaggeber für den ich eine Dienstleistung nicht mehr für die Ausführung.

darauf Matze: genau das muß der auftragnehmer ... weil er gar kein anderes LEGALES angebot bekommen kann ... siehe tankstelle ...

Wieso muß er das, wenn es keine Mindestpreise gibt, was hat die Tankstelle damit zu tun ?

Daraufhin von Filter ein ??? und von mir ein Hää?

Also hilf uns auf die Sprünge.

19matze
22.02.2010 23:01
Gast
jut ihr beiden ... nehmen wir mal an die firma backt brot ... ist jetzt schon unternehmer und braucht pro zentner 2 mann zu herstellung ... der absatz ist da, der zentner wird also gebraucht (wie bei der spritmenge der tankstelle) ... plötzlich haben alle bäcker und tankstellen im gleichen verhältnis höhere kosten (der eine durch lohn, der andere durch steuern ... was machen sie? preise erhöhen ... was macht der kunde? kaufen ... brot und sprit ist in rußland auch billiger als hier ... trotzdem importiere ich keins von dort ... erkläre es mir skip ... büüüüttttte

part 2 (unterschied mindestlohn zur ökosteuer) den kunden skip juckt es überhaupt nicht ... der freut sich, das die höhere qualität von guten mitarbeitern konkurrenzfähiger geworden ist (tante emma, die besser verdient als bei aldi)

den kunden (ehemals niedriglöhner) juckt es auch nicht ... denn er bekommt ja mehr, so das er es sich leisten kann (selbst wenn er geizig sein wollte ...er kann nicht ... es gibt einfach nichts billigeres ... siehe tankstelle)

3. den staat freut es ... er hat mehr mwst einnahmen und kann sich plötzlich schöne dinge leisten

wo ist der haken?

Filter
22.02.2010 23:08
reg. Mitglied
Nehmen wir ein anderes Beispiel:
Ich habe eine Baufirma mit 10 Mitarbeitern und baue für Herrn Schulze ein Haus.Dafür zahlt er mir Betrag X.
Jeder meiner Angestellten bekommt 12 Euro Stundenlohn.
Monatliche Kosten(nur Stundenlohn) 19200 Euro

Nun möchte Herr Schulze noch ein Haus und zahlt mir den selben Betrag X.
Allerdings muß ich jetzt den Mindestlohn von 15 Euro die Stunde zahlen.Ergibt 24000 Euro.

Entlsse ich 2 Mitarbeiter bin ich auf dem selben Stand wie vor dem Mindestlohn.Allerdings müssen meine 8 verbleibenden Angestellten jetzt für die beiden mitarbeiten.Und das Amt freut sich über 2 Neuzugänge.

Filter
22.02.2010 23:18
reg. Mitglied
Baufirma-10 Angestellte-12 Euro Stundenlohn.
Schulze lässt sich Haus bauen zahlt Betrag X.
Monatliche (Lohn)kosten 19200 Euro

Schulze möchte noch ein Haus und zahlt den selben Betrag X.
Durch Mindestlohn jetzt 15 Euro/Stunde.
Kosten 24000.

Werden jetzt 2 Mitarbeiter entlassen gleichen sich die Kosten aus.Allerdings müssen die verbleibenden 8 dann für die beiden mitarbeiten und das Amt freut sich über 2 Neuzugänge